Saturday, August 18, 2007

Freude, oh Freude!

Es hat funktioniert! Ich habe mir etwas gewünscht - und bekommen! Wie schön! Leider werde ich in den nächsten Wochen keine Zeit haben, hinein zu schauen. Es ist ja schließlich Herbst und draußen warten die Pflaumen darauf, geerntet zu werden. Und die Pfirsiche sind auch reif; danach kommen Kürbisse, Walnüsse, Wintertomaten und Frostgurken. Außerdem muß ich zuförderst andere Texte lesen.
Oh, ich freue mich aber schon darauf, mit meinem Geschenk am Tisch zu sitzen und von Hobsbawm, Marx und Kuczynski zu lesen. Oder im Bett zu liegen.
Wie sagt man da: DANKE!

Monday, August 13, 2007

my generation

Ein neues Spielzeug entdeckt: Videos ins Blog stellen. Oh, das wird ein Spaß in den nächsten Wochen!

Thursday, August 9, 2007

Welt, oh Welt!
Teil 2


Warum müssen eigentlich immer die falschen Dinge aussterben? Mein Freund der Chinesische Flußdelphin (Lipotes vexillifer) ist tot! Bis vor einigen Tagen hatte ich keine Ahnung von seiner [Ex]2istenz. Aber ich hätte ihn wahrscheinlich sehr gemocht, den drolligen Fisch. Vielleicht geht das ja auch postum? Oder ich konzentriere jetzt meine Zuneigung auf den Amazonasdelphin. Der ist nur ein wenig vom Aussterben bedroht - hauptsächlich, weil er vor lauter Neugierde zu dicht an Schiffsschrauben heranschwimmt. Er trägt einen Schnauzbart, hat verkümmerte, kleine Augen, springt nur äußerst ungern durch die Lüfte und im Alter verfärbt er sich pink. Das hört sich doch nach einem guten Freund für mich an.

Damit hingegen Volkstänze nicht aussterben, wurden in Japan Roboter so programmiert, daß sie solche tanzen können! Das finde ich schön. Nun müssen sich keine armen Schulkinder mehr als Großmütter und -väter des 18. Jahrhunderts verkleiden und werden gezwungen, den Großmüttern und -vätern des 21. Jahrhunderts merkwürdige Tänze vorzuführen. Das können nun Roboter übernehmen! Danke nach Japan und an den orf.


Würde ich es Schade finden, wenn Mücken aussterben? Ich glaube ja. Dann würden auch die Bezeichnungen für diese kleinen Stechmonster aus den Sprachen verschwinden, vermute ich. (Falls das einE SprachwissenschaftlerIn liest, oder eine andere kundige Person [KulturwisenschaftlerInnen?]: Ist das so? Wie lange halten sich Worte in der Sprache, wenn der Gegenstand, den sie beschreiben, nicht mehr existiert?) Auf griechisch heißen Mücken Konopi. Schönes Wort - bitte stirb nicht aus!



btw: Auf dem Force Attack habe ich ein T-Shirt mit der Aufschrift: 'Delphine sind schwule Haie!' gesehen. Warum sterben Haie nicht aus?

Monday, August 6, 2007

Friday, August 3, 2007

Leben im Umbruch...

...oder Leben am Arsch der Hölle. Wo soll das noch hinführen, wenn sich alles so merkwürdig bewegt? Geschichte wiederholt sich nicht? Oder doch, und dann zweimal? Zuerst als Tragödie und dann als Farce? Aber ist das immer so? Wird mein Einzug in die U24, wenngleich ich nur als Gast einziehe und nicht vorhabe, länger zu bleiben, zwangläufig in einer Tragödie enden? Ich hoffe nicht. Und eigentlich freue ich mich auf den Punkrock des Hauses und auf die Leute dort. Auch wenn mir der Umzug gerade gar nicht in den Kram paßt - als ob ich nichts anderes zu tun hätte!
Weder eine Tragödie noch eine Farce war der Besuch des Force-Attack-Festivals am letzten Wochenende. Das mag daran liegen, daß das Festival selber dem Genre Absurdes Theater zugerechnet werden muß. Ich zitiere:

Ey, du hast dich gerade auf mein Toastbrot gesetzt!
Ja, aber ich war ganz vorsichtig.

Ich werde wohl nächstes Jahr wieder hinfahren und auf die Klos aufpassen. Den Punks Toilettenpapier ("40er Körnung") austeilen und einfach alles ignorieren, was mir nicht gefällt. Und davon gab es eine Menge. Glücklicherweise habe ich das aber schon wieder vergessen und verdrängt. Nur in den Nächten holt es mich ein und läßt mich hochschrecken. "Einscheißen gilt erst ab 40 Gramm!", schallt es da durch meinen Kopf und mein Magen zieht sich krampfartig zusammen. Doch ich bin mir sicher, das wird in ein paar Tagen vorbei sein. Und dann wird mir vielleicht sogar Bier wieder schmecken?

Hm. Um das nochmal klarzustellen: Es gibt nichts, absolut gar nichts Gutes zum Force Attack zu sagen. Es ist widerlich und ekelhaft dort! Andererseits ist es auch nicht schlimmer als im ÖPNV.

Tuesday, July 24, 2007

Als der Hund noch nicht erfunden war, mußten wir mit dem Schwein 'rausgehen. Oder mit der Spinne. Damit wäre ich ja, quasi zwangsläufig?, wieder beim Thema Natur. Hoffentlich kriege ich jetzt keinen Antisemitismusvorwurf. Aber auch diese Natur da draußen kann man dekonstruieren, genauso wie die Natur da drinnen. Und man kann sehr spannende Dinge in der Natur erkennen, wenn man Kovarianzanalysen betreibt. Das wurde mir gestern jedenfalls so überzeugend dargelegt, daß mir noch immer ein wenig schwummerig davon ist.
Morgen, Donnerstag, werde ich mir wieder ein weiteres interessantes Bild von der schwummerigen Natur des Menschen machen können: Force Attack! Heidewitzka - das wird ein Spaß! Bestimmt. Der Wieviele-Punker-Passen-In-Ein-DixieKlo-
Rekord lag letztes Jahr bei 12. Ungefähr auf ähnlichem Niveau (vielleicht das falsche Wort in diesem Zusammenhang) lag der Alkoholpegel der Promillekönigin, deren Name mir leider entfallen ist.
Was ich in diesem Jahr unbedingt mitnehmen muß, sind Würfel. Und Räucherstäbchen, Vitamintabletten, Kopfschmerztabletten, Ohrenstöpsel und eine Sonnenbrille, die sich von selbst verdunkelt, wenn sich unsympathische Punks nähern. Denn entgegen der weitverbreiteten Auffassung, Punks wären so niedliche, friedliche, freundliche Wesen, die wirklich gut singen können, viel Alkohol vertragen und auch noch nach dem zweiten Kasten RoPi-Export liebenswürdig und nett sind, mußte ich mich im letzten Jahr vom Gegenteil überzeugen lassen. Aber dieses Mal wird alles anders.


Scheißen ist Arbeit!

Monday, July 9, 2007

Pilze & Mücken

Daß Mai-Käfer schon im April auf meinem Küchentisch herumkrabbeln, ist in meinen Augen nicht ganz normgerecht, aber so ist halt diese Natur. Immer etwas wild und unkontrolliert, sagen wir triebhaft. Daß aber Ende Juni die Wälder schon voller Steinpilze, Pfifferlinge und Maronen sind, tja, das ist großartig! Ich finde das fast so gut, wie einen Spätverkauf vor der Haustür zu haben, der mich auch noch nachts um drei mit Batterien für meinen Wecker versorgen kann.

Noch besser fände ich allerdings ein Kino, daß die ganze Nacht hindurch Filme zeigt. Meinetwegen könnten das dann auch Stummfilme sein, damit die Nachbarn nicht gestört werden. Die sollen ja schließlich am nächsten Tag wieder arbeiten. Apropos Arbeiten: ich muß jetzt auch weitermachen. Tipp, tipp, tipp - und schon wieder ist eine Grafik fertig.

Wahrscheinlich bin ich heute so schnell, weil ich ein rasantes Mittagsmahl genossen habe. Gurken-Mango-Joghurt-Suppe! Ich glaube nicht, daß ich das Zielpublikum für diese Suppe war. Aber auch anderen Menschen sollte sowas nicht angeboten werden! Fade, häßlich und völlig ohne Sättigungseffekt. Das hätte so lecker sein können. Hm.

War es aber nicht. Und nun werde ich mich den ganzen Tag darüber ärgern müssen. Vielleicht hilft ein Keks? Und Kaffee?


Früher bohrte man noch im Keller nach Ketchup.

Friday, July 6, 2007

Welt, oh Welt!

Liebe Interessierte!
Ich war wieder einmal kosmisch unterwegs, soll heißen im Buchladen Sputnik. Dort habe ich meine hart verdienten Groschen auf den Kopf gehauen und mir ein Buch gekauft. Mal sehen, ob es etwas nützt. Leider konnte ich mir nicht alle Wünsche erfüllen, aber so geht es ja den meisten, höre ich.
Nichtsdestotrotz wäre es sehr schön und überaus passend, wenn mir zum Tag des Mauerbaues dieses
[
↑] Buch geschenkt werden würde. Oh ja, da würde ich mich riesig freuen! Ansonsten freue ich mich halt über irgendetwas anderes. Das sollte kein Problem für mich sein.


Wer kann die Pyramiden überstrahlen?
Den Kreml, Sanssouci, Versailles, den Tower?

Von allen Schlössern, Burgen, Kathedralen

Der Erdenwunder schönstes war die Mauer.

Mit ihren schmucken Türmen, festen Toren.
Ich glaub, ich hab mein Herz an sie verloren.

Peter Hacks

Wednesday, July 4, 2007

Ausflug ins Land der toten Tiere,
Teil 1


In der letzten Woche war ich mal wieder in der FH- Mensa und ich war begeistert! Obwohl ja früher alles besser war. Jaja, als Jägerschnitzel noch fröhlich diesen Namen trugen und nicht panierte Jagdwurst geschimpft wurden. Die Scheiben waren damals auch dicker, jedenfalls in meiner Erinnerung. Aber der Rest war recht passabel: Makkaroni mit Tomatensoße, Grießbrei mit Kirschen!
Heute hingegen habe ich noch nicht viel gegessen. Dafür fließt der Kaffee in Strömen und ich fühle mich blendend. Jetzt werde ich noch ein paar Seiten lesen, bevor mich Friedemann zum Tresenmachen abholt.
Apropos Tresen: Heute ist ja schon wieder ein Feiertag, an dem man Nationalfahnen auf die Theke stellen könnte. Aber ich glaube, das machen wir heute nicht. Es gibt ja schon genug Probleme, die keinen interessieren.

Früher waren die Gummistiefel noch aus Holz.

Monday, May 14, 2007

Felix auf dem gelben Kissen

















[Anmerkung] Straßenbahnfahrer wäre ich gerne. Oder Straßenbahnfahrerin, das ist mir ziemlich egal. Onkel Béla im Kinofilm
Kontroll beneide ich sehr, allerdings wäre es mir im U-Bahn-Schacht zu dunkel, gruselig (Spinnen) und höchstwahrscheinlich viel zu langweilig. In einer Straßenbahn hingegen wäre ich mitten in der Stadt, im Leben, mitten im Verkehr... Straßenbahnen haben auch so tolle Klingeln (wie klingelt oder hupt eine U-Bahn, hä?).
Ein Kater wäre ich natürlich auch gerne. Die Gründe dafür sind alt und bekannt. Zum Beispiel könnte ich tagelang herumliegen und schnurren. Vor ein paar Tagen habe ich eines meiner Lieblings- Kinderbücher bei Oxfam gekauft. Felix auf dem gelben Kissen heißt es und das Kätzchen oben ist das Titelbild. Oh, wie war ich glücklich, als ich das Buch entdeckte!
Schnurr.

Monday, May 7, 2007

С ПРАЗДНИКОМ ТРАМВАЙ - СИМВОЛ САНКТ ПЕТЕРБУРГА

Die Leningrader Straßenbahn ist 100 Jahre alt geworden. Herzlichen Glückwunsch!
[Bekenntnis] Ich mag Straßenbahnen. Die ruckeln so schön durch die Straßen und nächtens stehen fröhliche Arbeiter an den Gleisen und schweißen, was sehr spannend ist und gut aussieht. In Budapest habe ich tagelang nichts anderes getan, als Straßenbahn zu fahren. Leider waren sie im Winter nicht beheizt. Dafür konnte man mit den Kontrolleuren verhandeln, wenn man mal keinen Fahrschein hatte. Besonders gemocht habe ich die Fahrten in die äußeren Bezirke der Stadt. Ich glaube, da will bald mal wieder hin. Im Herbst vielleicht.

Sunday, May 6, 2007

Hm

Fil war heute zum fünften Geburtstag des Buchladens Sputnik da. Und Sharky natürlich auch. Schön war das.
....
Sandwichkind
Was auch immer du auch tust,
was auch immer du auch vorgibst zu sein -
tief im Herzen wirst du immer ein frierendes, hungriges, hustendes Sandwichkind sein.


Na besten Dank.

Monday, April 30, 2007

Na super, Natur!






Friday, April 20, 2007

if all the statues in the world would turn to flesh ...
ein blöder tag heute.
miesmutig sitze ich im büro. vielleicht hilft marzipan? oh, schon um elf. gleich kommt anna und liest mir aus der kasachischen verfassung vor. und bessere laune sollte ich bekommen. ha!
P.S.: Ich mag das Konzept Bärlauch nicht.

Sunday, April 1, 2007

Hacks

Blick auf meine Stadt

Wenn ich mich mittags aus dem Fenster beuge,
Braust unter mir der Strom der Kraftfahrzeuge.

Ein Baum steht dort, wo du selbst nicht gerne liefest,
Und grünt sogar. Der Baum ist industriefest.

Ein Chinakoch vor seinem Ladenzelt
Sitzt er an einem Schaff und wäscht sein Geld.

Der Wettermann hat wieder mal gelogen.
Wieso sind Manche richtig angezogen?

Was trägt man, Mantel, Blazer oder Sweatshirt?
Was, wo bei Sonnenschein der Regen plätschert?

Peter
Hacks