Monday, July 21, 2008
Künstler & Kreative

Wenn man sich anschaut, wie die sogenannten Zeitzeugen im Moment in Deutschland politisch hofiert werden, wie sie Podien offeriert bekommen, die ausgewiesenen Historikern oder auch Opfern des NS nicht zugestanden werden, wie TäterInnen und Kindern politische und geschichtswissenschaftliche Deutungsmacht der historischen Ereignisse und Prozesse zugesprochen wird, möchte ich mich eigentlich auch nicht Zeitzeuge nennen. Das Wesen eines Zeitzeugen ist doch ein ausgesprochen passives. Er nimmt nicht aktiv an den gesellschaftlichen Veränderungen teil - so denkt er - er steht beiseite. Er repräsentiert die Mehrheitsmeinung. Natürlich reproduziert er die herrschende Meinung durch sein angeblich passives, aber quasi zustimmendes Verhalten. Aber in seiner Selbstwahrnehmung ist er neutraler Beobachter (oder Kind, das natürlich nicht durch die spätere politische Sozialsation beeinflußt wurde).
Die Kombination, Künstler/Zeizzeuge/Kosmopolit, erscheint mir so banal und bar jeder Aussage. Ich war mir aber nicht sicher, ob es wirklich als Ironie wahrgenommen worden wäre, hätte ich meinen Blog damit überschrieben. Oder hätten sich nicht einige LeserInnen an die Stirn geschlagen:" Oh, was'n Vollpfosten!"?
Peter Rute ist kein Künstler der Neuen Leipziger Schule. Sein Vater war Pelzhändler und Schriftsteller, Mitbegründer des literarischen Kabaretts "Retorte" in dem u.a. Erich Weinert auftrat. Seine Mutter, Else Stein, war jüdischer Abstammung. (Ob sie sich selber als Jüdin gesehen hat, weiß ich nicht.) 1923 emigrierten sie nach Italien, 1943 flohen sie in die Schweiz. Peter Ruta wanderte 1936, 18 jährig, in die USA aus. (s. hier)
Ein schönes Video zum Thema Kreativpotential:
http://www.dshed.net/harvest/
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hunz
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Wednesday, July 16, 2008
Tschaika
Vor genau einem Monat jährte sich der Tag, an dem nicht nur A. das Licht der Welt erblickte, sondern auch Valentina Wladimirowna Tereschkowa die Erde aus dem All. Natürlich sind beide Ereignisse unterschiedlich lange her, aber darauf wil ich jetzt nicht weiter eingehen. Stattdessen hier ein Gedicht.
Valja
Deine Tat bekehrte die Kleingläubigen;
Wirklichkeit wurde durch dich
das Gleichberechtigtsein
der Frau
im Kosmos.
Erdentochter,
Himmelsschwester,
Sowjetbürgerin,
du schriebst deine Stimme
ins All -
in die Herzen der Menschen
dein Lächeln.
(1967)
Dieses Gedicht habe ich aus dem Buch Der Traktorist gibt Gas, herausgegeben von Joachim Joe Scholz. Einer sehr einfühlsamen Einführung, die mich durch ihre sprachliche Klarheit, wissenschaftliche Sorgfalt und ihrer respektvollen Annäherung an Lori Ludwig beeindruckte, folgt eine Sammlung der Gedichte von Lori Ludwig. Ein paar sehr schöne sind dabei, aber die meisten sperren sich meinem ästhetischen Empfinden. (Oder wie drückt man das am besten aus? Ich kann mit vielen nix anfangen - sie holpern und klappern in meinem Kopf.) Aber alleine wegen der Einleitung lohnt sich ein Blick in das Buch.
Joachim J. Scholz (Hrsg.): Der Traktorist gibt Gas - Gedichte von Lori Ludwig. Linden-Verlag. Potsdam 2003.
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Sunday, July 13, 2008
Red Beard
Genau das richtige für verregnete Sonntage, an denen man viel zu früh wach wird!
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hunz
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Monday, July 7, 2008
Ich wünschte...

...ich hätte eine Katze. Auf dem Bild links sieht man Felix, den Kater unserer Nachbarn. Vorletzte Nacht kam er mal wieder durchs Fenster geklettert. Ich war viel zu müde, um aufzustehen und ihn wieder hinaus zu scheuchen. Am nächsten Morgen lag er dann, friedlich schlafend, auf dem Teppich und schnurrte. Oh, wie gerne hätte ich wieder so ein Katzentier (das dann aber garantiert nicht Felix heißen würde)!
^schnurr^
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Tuesday, July 1, 2008
Möwen - die Hühner der Lüfte

"Fußball ist wie Schach; nur ohne Würfel." (Lukas Podolski)
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hunz
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